Forum Frühe Kindheit

Psychische Störungen und Verhaltensauffälligkeiten in den ersten Lebensjahren

Babys und Kleinkinder können nicht bzw. nur eingeschränkt mitteilen, was sie empfinden oder denken. Folglich sind alternative Kompetenzen in der Mitteilung darüber, was Kinder beschäftigt umso wichtiger, je jünger sie sind. Zu diesen Kompetenzen zählen beispielsweise die Nutzung der eigenen Mimik und Gestik, der Grob- und Feinmotorik und auch der Lautsprache mit ihren unterschiedlichen Intonationen. Temperamentsbedingt unterscheiden sich Kinder bereits ab dem ersten Lebenstag darin, wie intensiv und variantenreich sie sich ihrer Umwelt mitteilen möchten. Für die Eltern gilt es, diese Mitteilungs- und Interaktionsangebote wahrzunehmen, sie richtig zu interpretieren und angemessen darauf zu reagieren. Dies ist insbesondere im Hinblick auf die Bindungsentwicklungen von Kindern bedeutsam.

Wie in den Jahren zuvor widmet sich auch das Forum Frühe Kindheit 2020 der Kongressthematik aus einer wissenschaftlich-interdisziplinären Perspektive. Das Ziel ist es, die Grundlagen der Interaktions- und Bindungsentwicklung von den ersten Monaten bis zum Einschulungsalter sowie diesbezügliche Probleme auf kindlicher und elterlicher Seite aus verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen vorzustellen und Interventionsansätze zu vermitteln.

Das Forum Frühe Kindheit ist eine Veranstaltungsreihe, die in Kooperation mit der Universität Siegen im zwei- bis dreijährigen Turnus zu aktuellen Fragen und Problemkonstellationen der frühen Kindheit aus der interdisziplinären Perspektive durchgeführt wird. Da seit Beginn des Forums Frühe Kindheit im Jahr 2008 sämtliche Veranstaltungen stets ausgebucht waren, hoffen wir, dass auch das Thema des Jahres 2020 auf reges Interesse stoßen wird.

Wir freuen uns, Sie (wieder) in Köln begrüßen zu dürfen!


 

Kongresskonzeption und –leitung

Prof. Dr. Rüdiger Kißgen (Universität Siegen)
Prof. Dr. Norbert Heinen (Bergisch Gladbach)